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Immergrüne Hecke: Schmuckstück aus der Natur



Eine Hecke ist ein wundervoll natürlicher Ersatz für einen Zaun oder eine Mauerbegrenzung eines Grundstücks. Sie bietet Sichtschutz, verringert Straßen- und Personenlärm, spendet Schatten und mildert Wind ab. Dieser grüne Zaun ist nicht nur für den Menschen ein schöner Hingucker, sonder bietet auch Tieren Schutz und Lebensraum. Man spart sich außerdem das Streichen des Holzzauns oder das Ausbessern veralteter Elemente an Metallbegrenzungen. Die Hecke will nur ein- bis zweimal im Jahr geschnitten werden, dann zeigt sie ihr lebendiges Grün gerne. Hier ein paar Tipps, damit die Pflanzung eines natürlichen Sichtschutzes gelingt und das Ergebnis lange Freude schenkt.

Grenzen richtig einhalten

Da eine Hecke aus Sträuchern und Pflanzen besteht, die sich ausbreiten und wachsen, ist es wichtig, geeignete Abstände zum Nachbarn einzuhalten. Im Bürgerlichen Gesetzbuch ist nur ein Bruchteil des Nachbarschaftsrechts geregelt. Grenzabstände sind Ländersache. Somit hat fast jedes Bundesland seine eigenen Vorschriften. Gibt es keine genau festgelegten Bestimmungen für das betreffende Gebiet, ist es ratsam, sich an folgende Faustregel zu halten: Setzt man Sträucher und Ziergehölz oder will Koniferen kaufen, reicht ein Mindestabstand von 50 Zentimetern zur Grenze. Handelt es sich um Bäume und Gewächse, die bis zu zwei Meter hoch werden können, hält man lieber einen Abstand von einem Meter ein.

Optimale Pflanzplanung

Hecken, die aus sommergrünen Pflanzen bestehen, also solche, die in der kühleren Jahreszeit ihre Blätter abwerfen, sollten im Herbst gepflanzt werden. Am besten eignen sich dabei die Monate Oktober und November. Die beständigen immergrünen Hecken aus Lebensbäumen wie zum Beispiel dem Taxus baccata setzt man besser zu Beginn des Frühlings im  Februar und März. Um die Heckenpflanzen langlebig und stabil zu setzen, hebt man am besten einen Pflanzgraben aus. Dies ist besonders bei kleinen Pflanzen anzuraten. Bei größeren Exemplaren ist das Ausheben einzelner Pflanzlöcher möglich. Sie sollten doppelt so groß sein wie die Wurzelballen der Gewächse. Will man einen Taxus baccata kaufen, handelt es sich um eine immergrüne Heckenpflanze, die dann im Herbst gesetzt werden sollte. Bei diesem Eibengewächs handelt es sich um eine anspruchslose Pflanze, die winterhart und schattenverträglich ist. Sie eignet sich hervorragend für einen edlen Formschnitt. Ihre kräftig grüne Ausstrahlung lässt die Hecke frisch und saftig erscheinen. Sie ist pflegeleicht, verträgt auch radikale Rückschnitte und kann ein hohes Alter erreichen. Eine gespannte Schnur hilft, um die Heckenpflanzen optimal gerade zu setzten.

Pflanzabstand beachten

Um den bestmöglichen Abstand zwischen den einzelnen Heckenpflanzen zu ermitteln, ist es wichtig zu wissen, welche Größe und Verzweigungen die neuen Pflanzen entwickeln werden. Locker wachsende Hecken kann man mit ca. ein bis zwei Stück pro Meter berechnen. Bei Koniferen wie der Taxus baccata dürfen es gerne zwei bis drei Pflanzen pro Meter sein. Der Pflanzabstand sollte nicht zu gering gewählt werden, da sonst aufgrund des entstehenden Lichtmangels die Innenseiten der Gewächse verkahlen könnten. Im Zweifel kann man sich beim Verkäufer oder in einer Baumschule beraten lassen. Besser ist immer, man lässt ein wenig mehr Abstand. Die Hecke wird in jedem Fall dicht. Es dauert dann nur ein wenig länger, bis sich die Lücken schließen.

Pflanzennahrung Erde

Nachdem ein Pflanzgraben oder Pflanzlöcher ausgehoben wurden, mischt man diesen Aushub mit Pflanzerde und eventuell etwas Hornspäne. Dieses nährstoffreiche Gemisch wird, wenn die Pflanze am richtigen Platz sitzt, eingefüllt und sanft angetreten. Nun ist das Wässern wichtig. Damit die Wurzeln sich fest mit dem Boden binden können, brauchen sie genug flüssige Nahrung. Zum Schluss kann man Hornspäne auf die Wurzelbereiche der Pflanzen verteilen und mit drei bis fünf Zentimeter hohem Rindenmulch abschließen. Triebe, die hervorsprießen, kann man schon jetzt entfernen, um das buschige Wachstum der Hecke zu beschleunigen und ein optimal gleichmäßiges und dichtes Ergebnis zu erreichen.

Heckenpflege

Immergrüne Gehölze benötigen auch im Winter Wasserzufuhr. Sie können in sehr trockenen Monaten schnell Schaden nehmen. Nadelgehölze brauchen einmal im Jahr Rückschnitt, optimale Monate hierfür sind der Juli und August. Laubgehölze wollen zweimal im Jahr beschnitten werden, am besten im Frühjahr und dann wieder im Herbst. Ein trapezförmiger Schnitt hat den Vorteil, dass Licht auch an dichte Stellen der Hecke einfallen kann und sich somit die Gefahr einer inneren Verkahlung deutlich verringert.

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