VPN erklärt und das Thema Internet-Privatsphäre einmal anders beleuchtet



Die Bezeichnung VPN bedeutet Virtual Private Network und bezeichnet ein virtuelles privates Netzwerk, welches eine Internetverbindung verschlüsselt und vor dem Zugriff dritter Personen schützt. Im Mittelpunkt eines VPN steht der Schutz der Privatsphäre, damit der Anwender alle Websites, Portale oder Foren geschützt besuchen kann.

Der Standort wird durch Einsatz eines aktiven VPN-Netzwerks getarnt, es lassen sich Länderblockaden umgehen und die persönlichen Daten bewahren. Die Einrichtung eines VPN funktioniert unter allen bekannten Betriebssystemen Microsoft Windows 10, Apple iOS, Google Android OS, Apple MacOS und Linux.

Kosten VPN

Die Nutzung eines VPN kostet eine monatliche Grundgebühr, die basierend auf den ausgewählten Anbieter eine unterschiedliche Höhe haben kann. Vor der Buchung eines VPN-Netzwerks sind zentrale Punkte zu beachten, was negative Überraschungen bezüglich der Datensicherheit und Verschlüsselung bereits im Vorfeld unterbindet.

Ein seriöser VPN-Anbieter besitzt eine eigene Serverfarm, deren einzelne Server weltweit verteilt sind und nicht beschränkt auf ein einziges Land. Von Vorteil ist eine große Serverauswahl, die es ermöglicht Ländersperren von Streamingdiensten zu umgehen und hohe Bandbreite zu erreichen.

Kostenlose VPN-Dienste haben oft den Nachteil einer geringen Bandbreite oder eine Beschränkung bei der Datenrate, weshalb kostenpflichtigen Anbietern der Vorzug gegeben werden sollte. Kommerzielle Dienste bieten meist eine Freeware-Version der Software an, doch diese hat eine niedrige Geschwindigkeit.

Es lohnt sich jedoch, etwas in einen guten VPN-Dienst zu investieren. Ansonsten droht euch ziemliche Überwachung. Große und bekannte Dienste wie NordVPN machen so etwas natürlich nicht. Deshalb: Keine unseriösen Dienste aus dem Internet ziehen, wenn ihr ernsthaft über Datenschutz sprechen wollt.

Einsatzbereiche eines VPN

Die Einsatzbereiche eines VPN sind vielfältig und werden vor allem von Anwendern genutzt, denen der Schutz ihrer Daten wichtig ist. Besonders Journalisten und Whistleblower profitieren von einem VPN, doch verstärkt finden virtuelle private Netzwerke auch bei Normalanwendern Anklang. Nach kurzer Zeit ist ein VPN eingerichtet, die Daten verschlüsselt, der Standort verschleiert und eröffnet dem Nutzer die Möglichkeit unerkannt durch das World Wide Web zu surfen.

Zur Nutzung eines VPN ist nur eines der unterstützenden Betriebssysteme, PC, Notebook, Tablet oder Smartphone erforderlich. Auf mobilen Geräten wird die verschlüsselte Verbindung mit einer VPN-App des Anbieters aufgebaut, was dem Anwender ein hohes Maß an Flexibilität bietet. Der Internet-Provider, staatliche Behörden oder Cyberkriminelle können bei einem aktiven VPN nicht sehen, wo sich der Anwender im Netz aktuell befindet.

Privatsphäre im Internet ist wichtig: Trotz Nichts-zu-verbergen-Argument

Das Nichts-zu-verbergen-Argument hat mittlerweile sogar einen Wikipedia-Eintrag bekommen. Es beschreibt die Argumentation von Firmen und Politikern, die sagen, dass Privatsphäre im Internet ohnehin egal ist, solange man nichts zu verbergen hat. Diese Sache kann man jedoch auch anders beleuchten. Auch Edward Snowden findet dieses Argument schwachsinnig. Denn es ist nicht die Aufgabe des Staates, den Bürger zu überprüfen, sondern, ihn zu schützen. Das sei in etwa so, als würde man sagen, die freie Meinungsäußerung sei egal, nur weil man nichts zu sagen habe. Dass man also nicht zu verbergen hat, das stimmt wohl für manche. Aber nicht für alle. Und schon gar nicht sollte das bedeuten, dass man die totale Überwachung braucht. Dies daraus abzuleiten ist nicht nur zu kurz gedacht, sondern auch völlig falsch hergeleitet, wie wir finden! Oder wie seht ihr das? Mit einem VPN an mehr Privatsphäre zu gelangen, ist also Jedermanns Recht!

Aspekte eines guten VPN

Ein aktives VPN verwendet eine AES-Verschlüsselung mit 256 Bit Stärke und der Nutzer kann zwischen allen bekannten VPN-Protokollen wählen. Die Verschlüsselung, Geschwindigkeit, Sicherheitsoptionen, Support, Protokollierung, Datenschutz und Benutzeroberfläche sind wichtige Aspekte eines VPN-Anbieters, die der Nutzer beachten sollte.

Der VPN-Zugang ersetzt die normale Onlineverbindung und benötigt keine zusätzlichen Programme oder spezielle Hardware. Die Onlineangebote lassen sich ganz normal nutzen, unabhängig davon ob Downloads, Streaming oder Internetrecherche. Vor Webseitenbetreibern und Providern bleibt die reale IP-Adresse verborgen, stattdessen ist für sie nur die IP-Adresse eines VPN-Servers ersichtlich. Jeder VPN-Anbieter verzichtet auf eine Aufzeichnung der Nutzerdaten, indem die “No Log Richtlinie” strikt eingehalten wird.

Der optimale Schutz eigener Daten wird mit der Verwendung eines VPN geboten. Alternative Möglichkeiten wie Proxy-Server, TOR oder der in Browsern verfügbare Inkognito-Modus bieten keine komplette Anonymität, denn die IP-Adresse, Standort, die aufgerufene Website und das Surfverhalten werden weiterhin erfasst. Eine Ausnahme bildet der Opera Browser, der im Inkognito-Modus eine VPN-Verbindung und Datenverschlüsselung einsetzt.

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