Die 10 teuersten Uhren der Welt



Tragbare Uhren wurden nachweislich bereits ab dem frühen 15. Jahrhundert zunächst in Form von Taschenuhren gebaut, unter anderem von Peter Henlein. Sie wurden durch die Erfindung der Zugfeder möglich, die den Antrieb und die Unruh (noch mit Drehpendel) als Ersatz für das hängende Pendel als taktgebendes Element erlaubte; dadurch konnten die Uhren auf handliche Größe schrumpfen. Im Jahr 1773 erhielt Christiaan Huygens ein französisches Patent für die Verwendung einer Spiralfeder mit einer Unruh, die er nach einem Vorschlag von Jean de Hautefeuille entwickelt hatte. Abraham Louis Breguet baute die erste Armbanduhr für Caroline Murat im Jahr 1812. Bis ins 20. Jahrhundert herrschte jedoch die Taschenuhr vor. Weitere Miniaturisierungen der Uhrwerke ließen die Uhren auf Armbandgröße schrumpfen. Um die Wende des 20. Jahrhunderts wurde es allmählich Mode, die armbanduhrgroßen Damentaschenuhren an Ketten oder Bändern am Handgelenk zu tragen. Heute zählen Armbanduhren zu den beliebtesten Accessoires überhaupt. Wir haben für Sie die Top 10 der teuersten Armbanduhren der Welt zusammengestellt.

10
Vacheron Constantin
Malte Tourbillon Régulateur Haute Joaillerie
Preis: 1.000.000 €
Vacheron Constantin Malte Tourbillon Regulateur Haute Joaillerie

Die Malte Tourbillon Régulateur Haute Joaillerie der Genfer Edelschmiede Vacheron Constantin hat eine Größe von 38 x 48 mm und ist mit insgesamt 418 Diamanten und 27 Juwelen bestückt. Sie kann Stunden, Minuten und Sekunden anzeigen und besteht aus 169 Einzelteilen. Der Preis zum Einsteig in unsere Top 10: 1 Million Euro und damit Platz 10 der teuersten Armbanduhren der Welt.


9
Jaeger-LeCoultre
Hybris Mechanica a Grande Sonnerie
Preis: 1.150.000 €
Jaeger LeCoultre Hybris Mechanica a Grande Sonnerie Triology Part I

Die Jaeger-LeCoultre Hybris Mechanica à Grande Sonnerie landet mit einem Preis von schlappen 1,15 Millionen Euro auf Platz 9 der teuersten Uhren der Welt. Mit dieser Uhr hat Jaeger‑LeCoultre das Prinzip der Minutenrepetition vollkommen umgestaltet. Die Zeitangabe erfolgt über die kristallklaren Klänge des Westminsterschlagwerks, und mit mehr als 1.472 Einzelteilen ist dieses außergewöhnliche Exemplar eine der komplexesten Uhren in der Geschichte der Uhrmacherkunst. Der Grande Sonnerie Mechanismus übertrifft bei weitem die Komplexität jeder anderen uhrmacherischen Komplikation. Seit 1833 wurden dank des kontinuierlichen Erfindergeistes und fortlaufender Forschungen 200 Repetitions-Kaliber entwickelt. Als Experte für das Außergewöhnliche hat Jaeger-LeCoultre ein verblüffendes Uhrwerk entwickelt, das nicht nur ein Schlagwerk mit Westminsterschlag – die längste Melodie, die je von einer Grande Sonnerie angeschlagen wurde – sondern auch einen Ewigen Kalender und einen fliegendes Tourbillon vereint. Eine 5-jährige Entwicklungsphase machen aus dem Jaeger-LeCoultre Kaliber 182 eines der fortschrittlichsten und komplexesten Uhrwerke für große Komplikationen, die je für eine Armbanduhr entwickelt wurden.


8
Vacheron Constantin
Tour de l’Ile
Preis: 1.200.000 €
Vacheron Constantin Tour de lIle

Im Jahr 2005 feierte die Uhrenmanufaktur Vacheron Constantin ihr 250-jähriges Bestehen. Aus diesem besonderen Anlass wurde diese wertvolle und außergewöhnliche Uhr präsentiert. Die Vacheron Constantin Tour de l’Ile ist mit 11 Zeigern ausgestattet und zählt zu den kompliziertesten Armbanduhren der Welt. Die Uhr besteht aus 834 Einzelteilen und die Herstellung einer Uhr dauert ca. 10.000 Stunden. Das Gehäuser der Tour de l’Ile besteht aus 18 Karat Roségold und das Ziffernblatt aus handguillochiertem Weißgold. Das Alligatorarmband ist Handgenäht und die Dornschließe besteht ebenfalls aus 18 karätigem Gold. Insgesamt gibt es von dieser Uhr nur 7 Exemplare, von denen eines in der Privatsammlung von Vacheron Constantin verbleibt. Der Wert dieses Meisterwerkes der Uhrmacherkunst: 1,2 Millionen Euro.


7
Patek Philippe
Sky Moon Tourbillon
Preis: 1.275.000 €
Patek Philippe Sky Moon Tourbillon

Wer glaubt, das IWC die ersten waren, die in einer Uhr eine komplexe Himmelskarte hatten, der irrt sich. Patek Philippe war es und das am 1.Mai 1839 gegründete Unternehmen setzte in weiteren Bereochen Maßstäben. 1925 erschien bei Patek Philippe die erste Armbanduhr mit ewigem Kalender und 1927 wurden die ersten Armbandchronographen produziert. Bereits 1902 hatte das Unternehmen ein Patent für einen Doppel-Chronographen angemeldet. 1937 entwickelt Patek Philippe die ersten Armbanduhren „heure universell“. Es handelte sich dabei um Weltzeituhren, man kann die Zeit aller 24 Zeitzonen er Erde zugleich ablesen. Anfang der 1940er Jahre begann die Serienfertigung von Chronographen und Armbanduhren. Soviel zur Geshichte dieses renommierten Unternehmens. Die Patek Philippe Sky Moon Tourbillon, Ref. 5002P ist eine doppelseitige Armbanduhr, sie umfasst ein Tourbillon, einen ewigen Kalender (mit einer Anzeige des Mondalters), Schaltjahrzyklus, Tag und Monat. Die Datumsanzeige ist mit einem Rückstellzeiger versehen, der eine weitere zusätzliche Komplexität darstellt. Die Rückseite der Uhr zeigt den Sternenhimmerl der nördlichen Hemisphäre im Uhrzeigersinn und zeigt die Winkelbewegung der Sterne und des Mondes. Das Gehäuse der Uhr besteht aus Platin und sie ist mit einem Krokodillederarmband versehen. Die Uhr ist trotz des Preises von 1.275.000 Euro nicht wasserdicht. Sie schafft es damit auf Platz 7 der teuersten Uhren der Welt.


6
Greubel Forsey
Art Piece 1
Preis: 1.300.000 €
Greubel Forsey Art Piece

Greubel Forsey ist im Vergleich zu vielen renommierten Unternehmen noch eine recht junge Uhrenmarke. Sie wurde im Jahr 2004 von den Uhrenmachern Robert Greubel und Stephen Forsey gegründet. Das Unternehmen konnte sich innerhalb von wenigen Jahren einen Namen machen und zählt mittlerweile zu den bekannten Luxusuhrenmarken. Greubel Forsey stehen für hochwertige und bis ins kleinste Detail perfekte Produkte. Die Art Piece 1 wurde gemeinsam mit dem Künstler Willard Wigan entwickelt. Wigan schafft die kleinsten Skulpturen der Welt, er formt diese unter eine Mikroskop und verarbeitet dort Gold, Haare oder auch Reiskörner. Diese Skulpturen sind kleiner als 1 Millimeter. Diese Skulpturen werden in die Krone eingearbeitet. Dafür wurde eine zweite Krone mit spezieller Linsentechnik entwickelt, die eine 23-fache Vergrößerung schafft und so diese Mikro-Skulptur sichtbar macht. Die Greubel Forsey Art Piece 1 schafft es mit einem Preis von 1,3 Millionen Euro auf Platz 6 der teuersten Uhren der Welt.


5
Richard Mille
Tourbillon Split Seconds Competition Chronograph FM Sapphire
Preis: 1.480.000 €
Richard Mille Tourbillon Split Seconds Competition Chronograph

Richard Mille stellte seine erste Uhr nach drei Jahren Vorbereitungszeit 2001 vor. Seit dem erregt der Franzose mit seinen teilweise sehr futuristischen Designs die Aufmerksamkeit der Experten. Seine Produkte sind ausschließlich im obersten Preissegment angesiedelt und bieten herausragende Leistungen mit futuristischem Design. Inspiriert sind seine Uhren kreationen oftmals vom Motorsport und der Formel 1. Die Maße der Richard Mille Tourbillon Split Seconds Competition Chronograph FM Sapphire betragen 50,5 mm x 42,7 mm, die Dicke beträgt 19,25 mm. Die Uhr ist bis 30 Meter wasserdicht. Der Preis für dieses außergewöhnliche Stück: 1.480.000 Euro und damit Platz 5 in unserem Ranking.


4
A. Lange & Söhne
Grand Complication
Preis: 1.920.000 €
A. Lange Söhne Grand Complication

Am 7. Dezember 1845 gründete Ferdinand Adolph Lange mit Hilfe eines Staatsdarlehens die erste Uhrenfirma in Glashütte. Zusammen mit seinem Schwager und einigen Lehrlingen beginnt Lange die Produktion von Taschenuhren. Nach über 100 Jahren und einige Generationen später wird das Unternehmen 1948 enteignet und in VEB-Betrieb umgewandelt. Nach dem Zerfall der DDR greift der Urenkel des Gründers das Erbe seiner Familie auf und gründet 1990 ein neues Unternehmen. Im Herbst 1994 präsentiert das Unternehme seine ersten Kreationen, die Lange 1 wird 1995 und 1997 zur „Uhr des Jahres“ gewählt. Mittlerweile gehört das Unternehmen zum Schweizer Luxusgüterkonzern Richemont. Die Uhr Grand Complication markiert laut der Firma, den Beginn einer neuen Ära. Die Grand Complication verfügt über ein Schlagwerk mit großem und kleinem Geläut, eine Minutenrepetition, einen Rattrapante-Chronographen mit Minutenzähler und blitzender Sekunde sowie über einen ewigen Kalender mit Mondphasenanzeige. Die Uhr wurde über einen Zeitraum von 7 Jahren entwickelt und kostet 1.920.000 Euro. Damit schafft es die Armbanduhr auf Platz 4 der teuersten Uhren der Welt.


3
Franck Muller
Aeternitas Mega 4
Preis: 1.970.000 €
Franck Muller Aeternitas Mega 4

Franck Muller (Geburtsjahr 1958) galt schon in jungen Jahren als Ausnahmetalent unter den Uhrmachern. Er erhielt bereits mit 24 Jahren Aufträge von renommierten Uhrenmarken um deren Uhren zu restaurieren. Mit 33 Jahren machte er sich dann in der Nähe von Genf selbständig. Nach 5 Jahren Entwicklungszeit stellte Franck Muller 2009 die Aeternitas Mega 4 fertig. Sie war zu diesem Zeitpunkt die komplizierteste Armbanduhr der Welt. Sie umfasst 36 Komplikationen, einen Kalender für 1.000 Jahre und besteht aus 1.483 Einzelteilen. Die Uhr besitzt u.a. ein Westminster-Glockenspiel mit 4 Tonfedern, 99 Lagersteine und 91 Räder. Das Gehäuse besteht aus 18 Karat Weißgold  mit den Maßen 42×61 mm und einer Dicke von 19,15 mm. Das Armband besteht aus Alligatorleder mit einer Doppelfaltschließe. Der Preis: 1.970.000 Euro.


2
Greubel Forsey
Tourbillon 24 Secondes Incliné
Preis: 3.090.000 €
Greubel Forsey Art Piece

Die Greubel Forsey Tourbillon 24 Secondes Incliné Platin unterscheidet sich von den Gold-Kreationen insbesondere durch die Architektur. Die Uhr besticht mit Kurven, konzentrischen Kreisen, Mustern und durch eine neue Form der schwarz polierten Tourbillon-Brücke. Seitlich im Gehäuse ist die Philosophie von Greubel Forsey eingraviert. Wie bereits erwähnt handelt es sich bei dem Gehäuse um Platin. Die Uhr hat einen Durchmesser von 43,5 mm und eine Dicke von 16,1 mm. Der Preis für dieses Meisterstück der Uhrmacherkunst: 3.090.000 Euro und damit Platz 2 der teuersten Uhren der Welt.


1
Louis Moinet
Meteoris
Preis: 3.358.000 €
Louis Moinet Meteoris

Zu Ehren des Uhrmachers Louis Moinet, der von 1768 bis 1853 lebte, wurden von Jean-Marie Schaller und Micaela Bartolucci die Uhrenmarke Louis Moinet gegründet. Heute zählt die Marke Louis Monet zu den Luxusuhrenmarken, das Unternehmen hat seinen Sitz in Saint Blaise (Schweiz). Von der Louis Moinet Meteoris gibt es insgesamt nur 4 Exemplare, wobei jede ein wenig anders aussieht, da in den Uhren Mondgestein und Teile eines Mars Meteoriten und eines Asteroiden verarbeitet wurden. Der Preis für diese Exklusivität: 3.358.000 Euro. Dieses edle Stück schafft es damit auf Platz 1 der teuersten Armbanduhren der Welt.

Die 10 teuersten Uhren der Welt
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