10 Tipps für eine erfolgreiche Hundeerziehung



Zum Thema Hundeerziehung sind bei verschiedenen Verlagen die unterschiedlichsten Bücher und Videos erschienen. Setzten die Hundeführer in früherer Zeit auf Strenge, laute Sprache und Drill, sehen wir den Hund heute mit anderen Augen.

Wir wissen um sein ausgezeichnetes Gehör und schreien ihn nicht mehr an. Seine Intelligenz stellen wir nicht mehr infrage und sehen ihn ebenfalls nicht mehr als dienstbares Tier. Unsere Einstellung zum Hund hat sich eindeutig gewandelt und seine Erziehung ebenfalls, was gut ist.

Wie erziehe ich meinen Hund erfolgreich und was muss ich beachten? Was hat sich geändert und wie gehe ich mit meinem Hund um, ohne dass er das Ruder übernimmt und die Polstermöbel dreckig macht?

Diese Fragen stellt sich jeder Hundehalter und wer zum ersten Mal einen Hund bei sich aufnimmt, ist durch die vielen unterschiedlichen Meinungen schnell verunsichert.

Zum Aufbau einer erfolgreichen Hundeerziehung gehören gegenseitiges Vertrauen und Konsequenz. Beides muss der Hundehalter lernen und seinem Hund vermitteln. Mit kleinen Tricks lässt sich beides sorgsam und erfolgreich aufbauen.

Die ersten Tage im neuen Heim

Keiner mag Pippi-Pfützen und Häufchen in der Wohnung. Der Welpe kann seine Notdurft in vielen Fällen noch nicht ausreichend kontrollieren. Aus diesem Grunde muss der Hundehalter ihn nach jedem Fressen, Trinken, Aufwachen und Spielen nach draußen begleiten.

Hat der Hund sein Geschäft draußen verrichtet, erfolgt das Lob.

Ist dem kleinen Hund ein Missgeschick in der Wohnung passiert, einfach wegräumen, sauber machen und mit dem Hund nach draußen gehen. Schimpfe, Bestrafungen oder gar Schläge verhindern eine erfolgreiche Erziehung und verursachen im Tier Angst.

Die Hausleine

Damit der Welpe Halsband und Leine akzeptiert, kann er innerhalb der Wohnung ein leichtes Halsband mit einer leichten Schleppleine tragen. Die Leine kann aus einem Paketband oder einem dünnen, leichten Seil bestehen. Der Hundehalter nimmt die Leine nicht auf, sondern lässt sie hinter dem Hund her schleifen.

Der Welpe empfindet die Leine nicht als Last und gewöhnt sich schnell an sie. Für das Gassi gehen gibt es eine andere, eine stabilere Leine und diese bringt der Hundehalter am Halsband an, bevor er die leichte Schleppleine löst.

Mithilfe der Hausleine kann der Hundeführer seinen kleinen Freund davon abhalten hinter das Sofa zu klettern, das Untere eines Schranks zu untersuchen und Ähnliches. Sie lehrt den Welpen, eine Leine zu akzeptieren und was er innerhalb der Wohnung darf und/oder was nicht.

Spiel und Spaß

Mit Spiel und viel Spaß lernen Hund und Halter viel leichter von und miteinander. Der Hundehalter lernt, seinen Hund zu beobachten und der Hund, was sein Mensch von ihm will.

Ballspiele, drinnen wie draußen, lassen sich mit dem Rufen des Hundenamens verbinden. Auf diese Weise lernt der Hund seinen neuen Namen und die Stimme seines Menschen schnell kennen. Das Ballspielen beinhaltet in Verbindung mit dem Namen eine weitere Lektion, den Befehl „Aus“. Kommt der Hund mit dem Ball auf den Hundehalter zu gerannt, kann dieser ihm den Ball mit dem Befehl „Aus“ aus dem Maul nehmen.

Kurze Lektionen, in Spiele eingebaut, verarbeitet und lernt der Hund schneller und langfristig sicherer. Die harte Arbeit der früheren Hundeerziehung weicht auf diese Weise einer entspannten, freundlichen Art, die beiden Spaß bringt und das Vertrauen ineinander stärkt. Als begeisterter Hundebesitzer sollte man auch seine Informationen aus Fachmagazinen wie DOGS gewinnen.

Unterordnungsbefehle

Zu den sogenannten Unterordnungsbefehlen gehören:

  • Sitz
  • Platz
  • Sitz bleib
  • Platz bleib und
  • Aus

Unterordnung war früher schwere Arbeit für Hund und Halter. Konzentriertes Arbeiten und strenge Korrekturen für den Hund gehörten zum Alltag. Heute lassen sich die Unterordnungsbefehle ebenfalls mit Spaß verbinden und auf diese Weise leichter vom Hund lernen.

Der Befehl „Aus“, ließ sich mit dem Hundenamen und einem Ballspiel verbinden, ähnlich kann das Lernen mit weiteren Befehlen geschehen. Kommt der Hund beim Ballspiel heran, kann der Hundehalter ihm beispielsweise vor dem Befehl „Aus“ den Befehl „Sitz“ erteilen.

Der Sitz-Befehl

Damit der Hund weiß was „Sitz“ bedeutet, kann er mit einer Hand gegen die Hinterbeine des Hundes und mit der anderen gegen seine Brust drücken. Auf diese Weise lernt der Hund, sich bei dem Befehl „Sitz“ hinzusetzen und das ohne Stress.

Der Platz-Befehl

Um den Befehl „Platz“ zu lernen, kann der Hundehalter ebenfalls das Ballspiel bemühen und dem Hund erst den Befehl „Sitz“ erteilen und danach diesen in „Platz“ ändern.

Der Hundeführer unterstützt den Hund bei diesem Befehl, indem er die Vorderpfoten des sitzenden Hundes langsam nach vorne zieht. Diese Hilfestellung führt dazu, dass der Hund sich in eine liegende Position begibt, wodurch er die „Platzposition“ erreicht.

Diese Lektion lässt sich variabel gestalten, wenn der Hund die beiden Befehle „Sitz“ und „Platz“ kennt.

Die Befehle „Sitz bleib“ und „Platz bleib“

Wie bei den vorherigen Tipps kommt uns beim Lernen dieser Befehle ebenfalls das Ballspiel zur Hilfe. Die Befehle „Sitz bleib“ und „Platz bleib“ fallen jedem Hund schwer.

Ein spezielles Zeichen, meist eine dem Hund zugewandte Handfläche, welche die Luft vor dem Hund auf ihn zu schiebt, verbunden mit der Befehlserweiterung „Sitz bleib“ oder „Platz bleib“, weisen den Hund auf etwas Neues hin.

Diese Befehle stellen eine wichtige Komponente im Alltag dar und mit ihnen lassen sich Unfälle und böse Situationen vermeiden. Diese sollten auf jeden Fall erlernt werden. Wenn es Probleme gibt, sollte eine Hundeschule aufgesucht werden. Ein lesenswerter Beitrag finden sie auf der Webseite zum Thema Hundeschulen und ihre Kosten.

Der sitzende oder liegende Hund muss sitzen oder liegen bleiben bei diesen Befehlen. Hilfreich für diese Übung erweist sich die Hausleine, die ein zweites Familienmitglied aufnehmen und während des Trainings halten kann.

Da diese Befehle für den Hund schwer sind, dauert es lange, bis er sie erfolgreich und anhaltend ausführen kann. Zu Beginn dieser Lektionen ist es wichtig, sie kurz zu halten. Das Liegen oder Sitzen bleiben des Hundes, kann direkt nach wenigen Sekunden eine Belohnung erfahren.

Mit der Zeit lassen sich diese Zeitspannen und der Abstand zwischen Hund und Halter erweitern. Das Vertrauen zwischen den beiden stärkt sich durch diese Übungen weiter und das sorgt für viel Spaß aneinander und miteinander.

Erfolgreiche Hundeerziehung besteht für den Hundehalter aus Zeitaufwand und Arbeit mit dem Hund. Für den Hund besteht sie aus Spaß, Zweisamkeit mit dem Halter und Verbundenheit mit seinem Menschen.

10 Tipps für eine erfolgreiche Hundeerziehung
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