10 Gründe die für die Kompostierung im Garten sprechen



Durch das Kompostieren werden Gartenabfälle mit Hilfe von Würmern und Bakterien in Humus verwandelt. In der Natur kommt das tagtäglich vor, es gehört zum Ablauf, also zum bestehenden Kreislauf des Bodenökosystems. Ein Vorgang der ohne das Zutun von Menschen automatisch in der freien Natur vollzogen wird. Bei diesem Vorgang werden Pflanzenreste und Tiere zersetzt und geben dann Nährstoffe an das Erdreich ab. Wir Menschen greifen immerzu in dieses Öko-System im Garten ein, unter anderem indem wir durch das Ernten Pflanzenteile wegnehmen. Aus diesem Grund ist es auch immer wieder erforderlich, dass wir dem Boden wieder Nährstoffe zuführen. Dazu eignet sich vorzüglich das Kompostieren.

Das ist schon einer der Gründe, warum man seinen Garten kompostieren sollte.

Die geeignete Stelle finden

Der Platz für den Kompost sollte im Garten so angelegt werden, dass er zu jeder Jahreszeit leicht zugänglich ist. Dadurch wird das Sammeln, sowie auch das Entfernen von Kompost erleichtert. Kurze und Wege ohne Hindernis erleichtern den Ablauf dieser Vorgehensweise. Es wäre ratsam das der Kompost nicht in unmittelbare Nähe zum Haus steht. Sonst kann es zu manchen Tagen zu einem intensiven Duft kommen, dem nicht jeder gefällt. Auch nicht verkehrt, wenn man den Komposthaufen mit einer Schubkarre anfahren kann. Ein guter Standplatz sollte auch windgeschützt sein, damit die Mikroorganismen nicht vertrocknen und diese dann nicht mehr erfolgreich arbeiten können. Ein Haufen auf offener Erde ist vorteilhaft, weil dann Bodenlebewesen ein- und ausgehen können, außerdem kann zu viel Flüssigkeit gut ablaufen. Bei stauender Feuchtigkeit wird der Kompost zu nass. Aus diesem Grund sollte er Untergrund nie aus Platten bestehen. Ein gut angelegter Komposthaufen erzeugt biologischen Kompost und dadurch fällt weniger organischer Müll an.

Behälter für Kompost sind in verschiedenen Formen und Größen erhältlich. Sie werden aus Kunststoff oder Holz hergestellt. Ein aus Holz gefertigter Komposter zählt früher oder später selbst wieder zum Bodenökosystem. Auch Regentonnen können in Komposter umgewandelt werden, ja selbst Silos aus Ziegelstein gemauert eignen dafür. Anstatt Regentonne oder Silo zu entsorgen, lieber als Komposter einsetzen. Ergibt weniger Abfall.

Wie anlegen

Damit der Kompost möglichst schnell verrottet, sollte er vor allem richtig befüllt werden. Wichtig dazu, vor allem das richtige Verhältnis von trockenen und feuchten Materialien zueinander. So ein Verhältnis erzeugt erst eine richtige Kompostierung.

Sinnvoll sind zum Beispiel zerkleinerte Äste oder Hecken-Schnitt. Auf diese Schicht zwei Eimer Kompost aufbringen. In diesem Kompost leben bereits zahlreiche Mikroorganismen die die Verrottung voranbringen. Ist das erledigt, wird kompostierbares Material aufgebracht. Dabei werden dünne Zweige oder Geäst und leicht feuchter Grasschnitt oder Laub auf den Haufen aufgebracht. Wer schneller Kompost erzeugen möchte, der gibt immer wieder Kompost-Beschleuniger dazu. Ebenfalls nicht schlecht um Gartenabfälle wie Hecken- oder Baumschnitt damit zu entsorgen. Eine andere Möglichkeit ist ein Thermokomposter, der die Eigenschaften der Temperatur zum kompostieren nutzt, wie genau das passiert berichtet Kompka.de.

Kompost wirkt wahre Wunder

Krümelige Komposterde ergibt den besten Dünger überhaupt. In gereifter Komposterde leben Millionen von Kleinstlebewesen. Diese Komposterde in Beeten dazu mischen und der Boden erhält eine Vitaminspritze, die Vitamine sind in diesem Fall die Mikroorganismen die das Leben im Erdreich anregen. Das sorgt für eine bessere Struktur im Erdreich, dadurch werden die Nährstoffe besser gespeichert und das regt das Wachstum von Pflanzen, Blumen usw. an. Ein Kompost in Eigenregie gefertigt ist ein reines Bio-Produkt. Das erspart den Einkauf von Kompost im Garten-Center, dieser ist verpackt in Plastik, somit entsteht bei der Eigenproduktion keinerlei Abfall.

Kompost wirkt sowohl auf sandigen Böden, die Wasser leichter und erfolgreicher aufnehmen können, genauso wie auf lehmigen Böden, die durch zugefügten Humus lockerer und auch luftdurchlässiger werden.

Nicht zu vergessen, dass durch diese Methode Garten- und Küchenabfälle biologisch entsorgt werden, der Geldbeutel bleibt verschont vor dem Kauf teurer Düngemittel. Wie man sieht ist die Kompostierung ein Gewinn in mehrfacher Hinsicht. Es sollte aber nicht verschwiegen werden, dass Kompost auch Ungeziefer anlockt, die sich dadurch gerade im Winter Zugang ins Haus verschaffen wollen. Dazu gibt es verschiedene Tipps und Tricks, wie man dem vorbeugen kann.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass eine Kompostierung im Garten einen Beitrag zum aktiven Umweltschutz leistet. Es wird dazu ein geringer Aufwand an Arbeit benötigt, es fällt weniger organischer Müll an und man spart sich dadurch industriell hergestellten Dünger. Außerdem dienst es der Förderung von Nützlingen im Garten.

Weitere Argumente die für die Kompostierung im Garten sprechen

Viele Besitzer von Gärten die keinen Komposthaufen besitzen, verbringen dafür mehr Zeit in ihrem Auto. Erstens muss der Abfall von Ästen und Zweigen verpackt zum Bauhof gefahren werden, zweitens muss man teuren Dünger im Baumarkt dafür kaufen. Auch dieser wird meistens mit dem Auto transportiert. Das kostet Geld und belastet zusätzlich noch die Umwelt.

Nicht zu vergessen, dass man Grünabfälle die man in die Bio-Tonne gibt letztendlich wertvolle verlorene Nährstoffe sind. Diese muss man ersetzen, wenn man erfolgreich ernten oder sich an Anblick von schönen bunten Blumen erfreuen möchte. Also ist der Gang in das Garten-Center angesagt, das wiederum ist mit Arbeit und Zeit verbunden.

Gekaufter Dünger ist nicht selten mit Torf vermischt, Torf der im Ausland großflächig abgebaut wird und damit große natürliche Lebensräume kaputt macht. Dieser die Umwelt zerstörende Dünger wird auch noch transportiert und das kostet eben Treibstoff, Geld und Zeit.

Wie viel besser dagegen die Tatsache niemals wieder Dünger zu kaufen. Eventuell ist es dadurch sogar möglich eine kleinere Restmülltonne zu bestellen. Eine kleinere Tonne ist preiswerter, der Müll verringert sich. Und statt nach Feierabend noch den Baumarkt anzusteuern, ist es viel besser den Rest des Tages im Garten zu verweilen und sich zu erholen von den Strapazen des Alltags. Die Kompostierung im Garten ist also nur vorteilhaft und hilft Zeit und Geld zu sparen. Rechnet man die Ersparnisse von mehreren Jahren zusammen, kann man mit Recht behaupten: Der Komposthaufen ist eine geniale Erfindung und letztendlich profitiert alles davon.

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