Die 10 größten Firmenpleiten der Welt



Firmen, Konzerne und auch andere Unternehmen erleben wirtschaftliche Hoch und Tiefs. Einige schaffen es nach einer finanziellen Talfahrt jedoch nicht mehr aus dem Tief heraus und gehen in die Insolvenz – mit den entsprechenden Folgen: Mitarbeiter werden entlassen und die Gebäude werden geschlossen. Das ist nicht nur in Deutschland so, sondern auch weltweit – wir stellen daher die 10 größten Firmenpleiten der Welt vor.

Schlecker

Anton Schlecker gründete 1975 das Drogerieunternehmen Schlecker. Er meldete 2012 an, dass die Firma insolvent ist und er die Mitarbeiter nicht mehr weiter bezahlen könne. Es kam zur Massenentlassung von 36000 Mitarbeitern, wovon manche bis heute auf ihr Geld warten. Die Schlecker-Filialen wurden geschlossen und die Firma löste sich offiziell im gleichen Jahr auf.

Kirch-Gruppe

Die Kirch-Gruppe war einer der größten Medienkonzerne der deutschen Wirtschaftsgeschichte und umfasste mehrere private Fernsehsender, wie zum Beispiel auch Pro7 und Sat 1. Die Kirch-Gruppe wurde 1955 gegründet und meldete 2002 an, dass die Firma insolvent ist. Der Medienkonzern besteht insolvenzbedingt seit dem Jahr 2002 nicht mehr.

Babcock Borsig

Die Firma Babcock war ursprünglich das Unternehmen Babcock und Wilcox, das seit 1898 ununterbrochen betrieben wurde. 1999 übernahm die Deutsche Babcock den Betrieb und führte den Zusammenschluss 2001 zur Gründung der Firma Babcock Borsig. Diese meldete aber bereits 2002 die Insolvenz an und bestand daher nicht länger als zwei Jahre.

Schieder Möbel Holding

Der Möbelhersteller Schieder war einst einer der größten Möbelhersteller Europas. Gegründet wurde das Unternehmen 1964 – im Jahr 2007 wurde das Unternehmen aufgrund einer Insolvenz aufgelöst. Der Sitz der Firma lag in Schieder-Schwalenberg, aber es gab auch einige Filialen in Italien, Polen und Russland. Die Firma beschäftigte insgesamt circa 11.000 Mitarbeiter.

Karmann

Karmann war ein Automobilunternehmen und hat insgesamt bis zu drei Millionen Fahrzeuge gefertigt. Die Firma wurde 1901 gegründet und hatte im Jahr 2010 um die 1255 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen hatte mehrere Standorte, die unter anderem in Michigan, Polen, Japan, Portugal, Mexiko und in England aktiv waren. Im Jahre 2010 wurde die Firma aufgrund der Insolvenz aufgelöst.

Qimonda

Das Unternehmen Qimonda ist eine Aktiengesellschaft, die 2004 gegründet wurde und bis zu 11.079 Mitarbeiter beschäftigte. 1707 waren davon in Forschung und Entwicklung beschäftigt. Der Hauptsitz von Qimonda war in München. 2008 wurde der Umsatz auf 1,79 Milliarde gesteigert, jedoch ging Qimonda bereits ein Jahr später in die Insolvenz.

Texaco

In den USA war Texaco ein Mineralölunternehmen mit Weltrang. Das Unternehmen wurde 1901 gegründet und hatte sogar in Österreich und Deutschland Sitze bzw. Niederlassungen. Der Hauptsitz der Firma lag jedoch in Harrison im Bundesstaat New York. Das Unternehmen ging 2001 in die Insolvenz, versorgte aber davor bis zu 50 US-Bundesstaaten mit Benzin und Öl.

Quelle

Quelle war DAS deutsche Versandunternehmen der Nachkriegszeit – wohl kaum ein Haushalt kam ohne die Geräte und Kleidungsstücke von Quelle aus. Das Unternehmen wurde 1937 gegründet und wurde von Konrad Hilbers geleitet. Aufgrund des Zusammenschlusses von Arcandor und Quelle geriet das Unternehmen im Zuge der Insolvenz von Arcandor in die Gesamtinsolvenz. Am 10. Oktober 2009 wurde die Firma aufgelöst.

Karstadt

Das Warenhaus Karstadt ist eine GmbH, die 1881 gegründet wurde und deren Hauptsitz in Essen liegt. Karstadt ging 2009 in die erste Pleite, jedoch kaufte der Unternehmer Nicolas Berggruen das Unternehmen und “rettete“ die GmbH. Karstadt besitzt rund 79 Warenhäuser, einen Onlineshop und zwei Schnäppchencenter. Auch 28 Sporthäuser gehören zur Verkaufsverbund.

Arcandor

Die Aktiengesellschaft Arcandor war ziemlich erfolgreich – und auch heute noch ist Arcandor ein existentes und aktives Unternehmen, obwohl im September 2009 das Insolvenzverfahren eingeleitet wurde. Gegründet wurde die Firma 1999: Der Hauptsitz liegt im Ruhrgebiet in Essen. Bis zur Einleitung des Insolvenzverfahrens hat das Unternehmen jährlich einen Umsatz von rund 20 Milliarden Euro verbuchen können.

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