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Die 10 spektakulärsten Fotos aus dem Weltall

Bilder aus dem Weltall werden von NASA und ESA auch der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt. Leider treffen wir im täglichen Leben viel zu selten auf solche „Schnappschüsse“, die man einfach gesehen haben muss. Denn sie verändern unser Bild vom Weltall und von unserer Erde und lassen uns staunen, was um uns herum passiert oder wie schön die Erde auch von oben ist. Natürlich sind die Bilder aber in erster Lage Grundlage von Forschungsarbeiten und ermöglichen es Wissenschaftlern auf der ganzen Welt, mehr über die Entstehung und das Funktionieren unseres Universums herauszufinden.

Die spektakulärsten und schönsten Bilder aus dem Weltall haben wir für euch herausgesucht. Viel Spaß dabei!

Egmont Nationalpark in Neuseeland

Unser Platz 10 zeigt den Egmont Nationalpark im Westen von Neuseelands Nordinsel. Der Mount Taranaki ist ein 2518 m hoher Vulkan und bildet den beeindruckenden Mittelpunkt des Nationalparks. Die letzten Aufzeichnungen einer Eruption des Mount Taranaki stammen aus dem Jahre 1854, seitdem verhält sich der Feuerberg ruhig. Trotzdem ist er wunderschön anzusehen, vor allem aus dieser Perspektive. Bereits im Jahre 1900 wurde die Einzigartigkeit dieser 33.543 Hektar großen Region erkannt und unter Schutz gestellt. In Neuseeland gibt es insgesamt 14 Nationalparks, deren Gesamtfläche zehn Prozent der Gesamtfläche des Landes für sich beanspruchen. Wohl auch deshalb wird Neuseeland auch als „grüne Insel“ bezeichnet. Die geringe Besiedelung, die unberührte Natur und auch die vielfältige Flora und Fauna trägt aber auch noch ihren Teil zu diesem Namen bei.



Die großen Seen und Zentralamerik

Am 7. Dezember 2014 hat Kommandant Barry Willmore der Internationalen Raumstation (ISS), Expedition 42, dieses beeindruckende Foto von den fünf großen Seen und Zentralamerika aufgenommen.

Bei der Expedition 42 handelt es sich um die 42. Langzeitbesatzung der ISS. Neben Willmore sind noch fünf weitere Raumfahrer an Bord der ISS und werden voraussichtlich bis März 2015 in der Raumstation bleiben. Die Hauptaufgaben der Mission 42 sind wissenschaftliche Forschungsarbeiten auf den Gebieten Astronomie, Atmosphärenforschung, Biologie, Erderkundung, Medizin, Physik und Technik. Die Raumfahrer müssen aber auch viel Zeit für Wartungs- und Reparaturarbeiten aufbringen und ein Trainingsprogramm für ihren Körper absolvieren, damit sie nicht krank werden oder ihre Muskulatur abbaut.

Die großen Seen, die auf dem Bild zu sehen sind, befinden sich in Nordamerika/Kanada und sind – wie man gut sehen kann – so groß, dass sie auch aus dem Weltall mit freiem Auge gut zu erkennen sind. Es handelt sich hier um fünf Süßwasserseen, die alle miteinander verbunden sind. Ihre Namen sind Eriesee, Huronsee, Michigansee, Oberer See und Ontariosee. Die großen Seen sind der wichtigste Bestandteil der Wasserversorgung von Kanada und den USA.

Zwischen dem Erie- und Ontariosee, an der kanadisch-amerikanischen Grenze, befinden sich die weltbekannten Niagara Fälle. 58 m fällt das Wasser an den Fällen in die Tiefe. Es gibt zwei Stellen, an denen das Wasser fällt: die US-amerikanischen Fälle mit einer Kantenlänge von 363 m und die kanadischen Fälle in Hufeisenform mit einer Kantenlänge von 792 m.



Palm Island in Dubai

Auf diesem Bild ist Palm Island auf Dubai abgebildet. Bei Palm Island handelt es sich um künstlich angelegte Inselgruppen, die seit 2001 in Dubai gebaut werden. Unglaubliche 200 Millionen Kubikmeter Sand und Gestein wurde bewegt, um die Insel so zu formieren. Die Idee zum Bau der Insel kam von Scheich Mohammed Bin Rashid Al Maktoum höchstpersönlich. Er ist Herrscher des Emirats Dubai und Premierminister, Verteidigungsminister und Vizepräsident der Vereinigten Arabischen Emirate. Ein mächtiger und sehr reicher Mann. Dubai will sich vermehrt auf den Tourismus konzentrieren, um für den Fall, dass das Erdöl sich dem Ende zuneigt, einen Plan B zu haben.
Bis jetzt ist aber nur „The Palm, Jumeirah“ fertiggestellt, also die Palme an sich. Die Eröffnungsfeier im Jahre 2008 war ein riesiges Spektakel, das gezündete Feuerwerk stellte alles bisher Dagewesene in den Schatten.

Damit sich der Sand verfestigt, wurde er von gigantischen Maschinen in Schwingung versetzt. Eine Vorgehensweise, wie sie die Natur auch anwendet, nur dauert das natürlich viel länger. Auf der neu angelegten Insel wurden Villen und Wohnblocks errichtet, die von Privatpersonen erworben werden konnten. Palm Island soll aber nicht das einzige derartige Projekt in Dubai bleiben. „The World“, „Dubai Waterfront“ und „Jumeirah Islands“ sind weitere geplante künstliche Inselprojekte, mit deren Bau teilweise auch schon begonnen wurde. Wir freuen uns auf weitere spektakuläre Fotos aus dem All.

Bei „The Palm, Deira“ ist die Landgewinnung nach einigen baulichen Schwierigkeiten so gut wie fertiggestellt.



The Rose – Die Rose aus dem Weltall

„The Rose“ wurde dieses wunderschöne Foto eines Wirbelsturmes über dem Nordpol des Saturns getauft. Diesen Namen hätten wir wohl alle gewählt. Das Bild wurde von der Raumsonde „Cassini“ im November 2012 gemacht und einige Zeit später veröffentlicht. Dieser Wirbelsturm ist laut Raumfahrtbehörde 20 Mal größer als ein durchschnittlicher Wirbelsturm auf unserer Erde, nur das Auge des Sturmes hat einen Durchmesser von 20.000 Kilometern. Der Sturm befindet sich im Zentrum des rätselhaften Saturn-Hexagon und Cassini konnte den Wirbel bereits bei ihrer Ankunft 2004 fotografieren. Allerdings lag dieser Teil des Planeten damals noch im Schatten und konnte deshalb nicht fotografiert werden. Erst jetzt hat sich dieses wunderschöne Phänomen im Sonnenlicht aus einer Entfernung von etwa 420.000 Kilometern fotografieren lassen und Cassini hat uns ein wunderbares Foto zur Erde geschickt.

Solche Polarwirbel gibt es übrigens auch über den Polen der Erde. Sie bewegen sich entgegengesetzt zur Drehrichtung der Erde und es handelt sich dabei um Kaltluftzonen.



Unsere Sonne

Acht Planeten umkreisen die Sonne – unsere Erde ist einer davon. Die Sonne ist der zentrale Stern unseres Sonnensystems und die Erde ist nach Merkur und Venus der drittgrößte sie umkreisende Planet.

Die Erde würde 109-mal in der Sonne Platz finden, die einen Durchmesser von 1,4 Millionen Kilometer hat. Die Sonnenflecken, die auch auf unserem Bild aus dem Weltall erkennbar sind, sind kühlere Stellen auf der Sonne und strahlen deshalb nicht so viel Licht ab. Aus diesem Grund wirken sie für uns wie dunkle Flecken, die sich dauernd verändern. Die Ursache dieser kühleren Stellen sind Magnetfelder.
Von der Sonne hängt alles Leben auf unserem Planeten ab, weshalb sie auch schon seit Menschen Gedenken erforscht wird und die Menschen in ihren Bann zieht. Sie wurde als Gottheit verehrt, wurde beschworen und gefürchtet. Die Sonne als natürliche Uhr machten sich die Menschen schon immer zu Nutze.



So entstehen Sterne

Vor 25 Jahren wurde „Hubble“, ein Weltraumteleskop, von der NASA ins Weltall gebracht. Zum 25-jährigen Jubiläum von Hubble veröffentlichte die NASA dieses Bild, das einen Berg aus Staub und Gas im Carina-Nebel zeigt. Die drei Lichtjahre hohe Säule besteht aus kühlem Wasserstoff. Die Region, in der dieses Foto gemacht wurde, liegt rund 7500 Lichtjahre von unserer Erde entfernt. Dort entstehen laufend junge Sterne.

Die Arbeit von Hubble hat bei Weitem alle Erwartungen übertroffen, die die NASA und die Schöpfer des Weltraumteleskops sich vorgestellt hatten. Über eine halbe Million Bilder hat das Riesenteleskop bisher aus dem All an die Erde gefunkt. Hubble hat es ermöglicht, die Entstehung von Sternen zu beobachten und zu erforschen, das Alter des Universums zu bestimmen und viele mysteriöse Energien zu beobachten und zu definieren.

Die Fotos von Hubble werden von der NASA auch der Allgemeinheit zugänglich gemacht, was das Bild vieler Betrachter von unserem Universum grundlegend verändert.



Hurrikan Katrina

Am 29. August 2005 wurde vom Advanced Microwave Scanning Radiometer der NASA dieses Bild von Hurrikan Katrina gemacht: Es ist die US-amerikanische Golfküste zu sehen, die gerade von der größten Naturkatastrophe, die Amerika je heimgesucht hat, geschüttelt wird. Hurrikan Katrina erreicht die Golfküste mit einer Geschwindigkeit von 280 km/h. Die Stadt New Orleans mit 450.000 Einwohnern wurde von diesem gigantischen Sturm komplett verwüstet, wir alle haben noch die schrecklichen Bilder von damals vor Augen. New Orleans ist auf drei Seiten von Wasser umgeben. Als die Dämme brachen, gab es für die Stadt keine Rettung mehr. Häuser, Autos, Menschen und Tiere wurden einfach weggefegt und die Stadt wurde überflutet. Der Katastrophenschutz war total überfordert, Hilfe wurde nicht richtig koordiniert und eine Million Menschen, die alle ihr zu Hause verloren hatten, wurden beinahe sich selbst überlassen. Nur schleppend kam die Hilfe in die Gänge. Die traurige Bilanz dieser Katastrophe waren mindestens 1800 Opfer und ein finanzieller Schaden von 125 Millionen US-Dollar. 3200 Personen gelten nach wie vor als vermisst.

Auch Südflorida, Kuba, Louisiana, Mississippi und der übrige Südosten der USA waren von Katrina betroffen.
Für die Umwelt hatte der Hurrikan ebenfalls gravierende Auswirkungen. Küsten wurden verwüstet, die Brutstätten vieler Tiere wurden vernichtet. Durch die Entsorgung des Flutwassers, das natürlich über alle Maße mit Benzin, Ölen, Bakterien, Pestiziden und ähnlich giftigen Stoffen verseucht war, starben dann noch unzählige Fische im Pontchartrain-See, in den das giftige Wasser entsorgt wurde.



Polarlicht aus dem Weltall gesehen

Schon auf der Erde sind die Polarlichter ein gigantisches Schauspiel, ebenso aus dem Weltraum betrachtet. Dieses wunderbare Bild wurde von einem Besatzungsmitglied der Internationalen Raumstation, Expedition 40, im Juli 2014 gemacht.
Polarlichter gibt es über dem Nordpol, das ist dann das sogenannte Nordlicht und über dem Südpol, das Südlicht. Das Foto von Expedition 40 zeigt das Südlicht. Es handelt sich um eine Leuchterscheinung, die hervorgerufen wird, wenn geladene Teilchen des Sonnenwindes (geladene Teilchen, die ständig von der Sonne abströmen) in die Erdatmosphäre in Polargebieten eintreten. Die Häufigkeit des Auftretens von Polarlichtern schwankt und hängt mit der Sonnenaktivität zusammen. Auch in Mitteleuropa können bei günstigem Sonnenzyklus Polarlichter erkannt werden, dieses Phänomen zeigt sich aber leider eher selten. Nord- und Südlichter können aber auch gefährlich werden: und zwar für technische Einrichtungen. Durch die erzeugten elektromagnetischen Felder können die Instrumente von zum Beispiel Flugzeugen und Satelliten gefährdet werden, weshalb während erhöhter Polarlichtaktivität oft Flugrouten geändert werden oder tiefer geflogen wird. Auch in Stromnetzen kann es zu Schwankungen und Ausfällen kommen, so geschehen 1989 in Kanada.

Für Interessierte werden Polarlicht-Reisen angeboten, eine Garantie, ein solches auch bewundern zu können, gibt es aber natürlich nicht. Die größten Chancen, das Naturschauspiel bewundern zu können hat man in Nordisland, Rekjavik und Tromso. Ein bisschen Glück sollte man auf jeden Fall mit im Gepäck haben.

Die Farben der Polarlichter sind übrigens sehr vielfältig. Von grün, über violett und blau bis rot kann der Himmel die Bänder erstrahlen lassen.



Ausbruch des Sarytschew in Russland

Die sich zufällig auf dieser Umlaufbahn befindliche Internationale Raumstation (ISS) konnte während ihres Fluges am 12. Juni 2009 diese Aufnahme vom Ausbruch des Stratovulkan Sarytschew auf der Kurilen-Insel Matua im Osten Russlands schießen. Die Astronauten konnten eine riesige Aschewolke beobachten, die ungefähr 13 km hoch war. Besonders beeindruckend ist die Tatsache, dass die entstandene Druckwelle der Explosion die darüber liegenden Wolken einfach auseinanderdrängt und den Astronauten somit den Blick auf den Krater samt Rauchsäule freigibt. Durch den Ausbruch wurde sogar der Flugverkehr behindert. Die ausgestoßene Asche machte auch noch zehn Tage nach dem Ausbruch von Sarytschew noch Probleme: Bis zu 2400 km wurde die Asche vom Wind getragen und Flugzeuge mussten großräumige Umwege in Kauf nehmen, um der Gefahr zu entkommen, dass die Asche die Triebwerke verstopft.

Der Vulkan Sarytschew ist nach seinem Entdecker benannt, Gawriil Sarytschew und ist der aktivste Vulkan in der Gegend. Die letzten Ausbrüche wurden in den Jahren 1946, 1954, 1976, 1986 und zuletzt 1989 beobachtet.



Der Anschlag auf das World Trade Center am 11. September 2001

Auf dem Bild der NASA sieht man die Folgen des Anschlages auf das World Trade Center in New York am 9. September 2001. Eine dichte Rauchwolke zieht von den Türmen über die Stadt hinweg. Die Twin Towers waren das Ziel eines schrecklichen Anschlages, zwei entführte Flugzeuge stürzten in die Gebäude und brachten sie so zum Einsturz.
Viele Menschen, die in den 110 Stockwerken hohen Gebäuden eingeschlossen waren, sprangen in Panik aus dem Fenster. Ein drittes Flugzeug stürzte in das Pentagon, das vierte entführte Flugzeug konnte abgedrängt werden und stürzte über freiem Gelände ab. Insgesamt starben bei diesem schrecklichen Anschlag 3000 Menschen, darunter auch viele Feuerwehrmänner, Polizisten und Sanitäter, die den Opfern zu Hilfe kommen wollten.

Osama bin Laden, der Gründer der radikal-islamischen Terrororganisation „Al Qaida“ bekannte sich zu den Anschlägen. Erst im Mai 2011 konnte der Terrorist in Pakistan aufgespürt werden und wurde von US-Soldaten erschossen.
Die USA erklärten im Oktober 2001 Afghanistan den Krieg und das Taliban-Regime, das im Land herrschte, wurde gestürzt. Den Taliban wurde vorgeworfen, dass sie den Mitgliedern von Al Qaida Unterschlupf in ihrem Land gewährt haben, weshalb sie zum Feindbild wurden.

Die NATO-Mitgliedsländer sollten dem Land nach dem Sturz des Taliban-Regimes helfen, eine Demokratie aufzubauen. Allerdings ist die Lage dort bis heute sehr instabil und immer wieder kommt es zu Auseinandersetzungen, bei denen auch schon zahlreiche Zivilisten getötet wurden. Den Vereinigten Staaten wurde in diesem Krieg mehrfach die Verletzung der Menschenrechte vorgehalten, vor allem in Bezug auf die Behandlung von Gefangenen.