Die 10 größten Steueroasen der Welt



Sogenannte “Steueroasen“ lassen sich auf der ganzen Welt finden. In solchen Ländern oder auch Stadtstaaten werden meistens nur sehr wenig bis gar keine Steuern erhoben. Obwohl dies sehr unangenehm für den Heimatstaat ist, nutzen insbesondere Firmen und Unternehmer diese Schlupflöcher, um sich der Steuerlast zu entziehen.

Dubai

Dubai gehört zu den größten Städten im Nahen Osten und dazu zu den größten Steueroasen der Welt. Hier finden sich oftmals sogar mehr Touristen als in New York oder Paris. In Dubai werden gar keine Steuern erhoben – weder Umsatzsteuer noch Einkommenssteuer oder andere Arten von Abgaben.

Bahrain

Bahrain liegt östlich von Saudi-Arabien und ist ein kleiner Inselstaat. Dieser liegt in einer Bucht im Persischen Golf. Auch dieser Staat ist als Steuerschlupfloch äußerst beliebt und gehört daneben zu den bekannten Reisezielen für Sparfüchse. Die Insel hat weniger als 1,5 Millionen Einwohnern, jedoch werden auch hier kaum Steuern erhoben. Es werden nur Sozialversicherungsabgaben fällig. Wie in vielen anderen Staaten der Region, wird auch hier die Wirtschaft größtenteils vom Erdöl getragen.

Deutschland

Kaum zu glauben, aber wahr: Für Unternehmen ist Deutschland äußerst optimal, denn die Einkommenssteuer machen nur etwa 2,8 Prozent der gesamten Steuerlast aus. Jedoch ist Deutschland das Land, das insbesondere bei Steuergesetzen hart durchgreift – dem wachsamen Auge des Staates entgeht hier also nichts!

Libanon

Im Libanon leben nur 4,5 Millionen Menschen – dafür leben im Ausland bedeutend mehr Libanesen als im eigenen Land. Man vermutet, dass etwa fünf bis 16 Millionen Libanesen im Ausland leben und wohnen. Die Libanesen, die im Ausland leben, betreiben zum Teil bedeutende Handelsgeschäfte. Libanon hat ein striktes Gesetz bezüglich des Bankgeheimnisses. Daher ist es den Expats möglich, Geld ins Heimatland zu schicken, ohne es offiziell zu versteuern.

Luxemburg

Luxemburg ist ein unscheinbares Land zwischen Frankreich, Belgien und den Niederlanden. Das Land gehört zu den Gründungsmitgliedern der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (heute EU). Da Luxemburg mit transnationalen Unternehmen vergünstigte Steuervereinbarungen getroffen hat, hat das Land gleichzeitig auch die Möglichkeit zur Steuerflucht geschaffen. Das Land hat nur 500.000 Einwohner, trotzdem befinden sich hier ganze 148 Banken aus 27 Ländern, die insgesamt 1,25 Billionen US-Dollar von amerikanischen Firmen verwahren.

Caymaninseln

Die Caymaninseln liegen in der Karibik und in der Nähe von Jamaika und Kuba. Man kann die Caymaninseln auch als Mutter aller Steueroasen nennen. Unternehmen, die auf den Caymaninseln registriert sind, müssen keine Einkommenssteuer, Kapitalertragssteuer, Erbschaftssteuer oder Unternehmenssteuer zahlen. Daher sind die Caymaninseln ein beliebtes Ziel, um Steuern zu vermeiden oder gar nicht erst zahlen zu müssen.

Singapur

Singapur ist ein Machtzentrum für Finanzdienstleistungen und für den internationalen Handel. Daher spielen auch hier Steuern eine wichtige Rolle. Singapur war 1965 noch eine kleine Insel, die nicht einmal genug Trinkwasser hatte. Heute gehört das Land zu den reichsten Ländern der Welt. Die Gesetze sind sehr strikt bezüglich des Bankgeheimnisses, daher ist die Kontoeröffnung ein von vielen angestrebtes Ziel, denn: Transaktionen lassen sich so gut wie gar nicht überwachen.

USA

Fast schon die Heimat der Steuerhinterzieher – die USA. Wie auch in Deutschland schafft es die Regierung, das Gehalt von Normalverbrauchern zu versteuern – jedoch wird es bei großen und reichen Unternehmen schwer, da diese eine deutlich höhere Summe an Geld besitzen. In den Staaten Wyoming, Nevada und Delaware gehen die Unternehmen der Unternehmenssteuer ganz einfach aus dem Weg, da dies hier durch das Gesetz explizit erlaubt wird.

Hongkong

In Hong Kong werden nur sehr niedrige Steuern erhoben, daher sind Kapitalgeber hier besonders gerne ansässig. Auch diese Stadt hat ein wasserdichtes Gesetz bezüglich des Bankgeheimnisses. Daher lagern in Hong Kong viele internationale reiche und erfolgreiche Unternehmen ihr Geld. Besonders chinesische Unternehmen und Firmen nutzen den Standort, um internationale Transaktionen durchzuführen.

Schweiz

Jahr für Jahr belegt die Eidgenossenschaft in der Kategorie Steueroasen den ersten Platz. Sehr viele reiche und erfolgreiche Menschen lagern ihr Geld auf einem Konto in der Schweiz. In den letzten Jahren ist das Bankgeheimnis etwas gebröckelt, jedoch ändert dies nichts an der guten Lage. Da die Schweiz nicht der EU angehört, kann diese dem internationalen Druck besser standhalten.

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